Lichtarbeiter und das trennende Denken in „Gut“ und „Böse“

Entscheide dich für die helle oder die dunkle Seite!

Mit etwa 17 begann ich mich der Spiritualität zu öffnen, ohne es zu wissen, begriff ich ziemlich schnell ziemlich viel. Kam also in eine Krise als mich ein Esoteriker mit über 20 jähriger Erfahrung etwas in Frage stellte, das ich zu erkennen dachte. Es ging um das Spiel der Dualität und um Gut und Böse. Ich kam zum Ergebnis das man sich auch nach 20 Jahren noch irren kann. Zeit ist überhaupt kein Garant für Erkenntnis und wissen. Denke selbst!
Es folgte später die Konfrontation: Entscheide dich für die Helle oder die Dunkle Seite. Es war implizit, dass ich nur weiter etwas mit diesem Menschen zu tun haben würde, wenn ich die helle Seite wählen würde. Ich befragte mein inneres und kam zum Ergebnis das ich das nicht kann. Jeder sagte das sei falsch, aber mein Gewissen sagte mir, das ich nicht wählen kann. Beides gehört zu mir, und kein Mensch ist nur Gut und das ist ohnehin eine Sache der Perspektive.

Mir wurde später wieder diese Entscheidung angetragen, aber ich konnte mich einfach nicht entscheiden. Ich habe mich nach und nach bewusst entschieden, nicht zu scheiden. Beides gehört zu mir, helles und dunkles.

Erstmals begegnete mir der selbe Gedanke dann bei Anastasia und kurz darauf auch bei den Schamanen. Sie vertreten die selbe Sicht, dazwischen zu stehen, keine „Seite“ zu wählen, nicht moralisch zu Werten.
Kürzlich las ich dann bei Kersti, das Böse sei nur eine Projektion. Ja! Denn alles was ich finden konnte, waren verletzte Menschen und verletzte Seelen, waren Irrtümer und Verführungen aber nichts böses. In mir selbst finde ich in meinem höchsten SEIN Liebe und ich sehe sie in anderen Menschen. Sicherlich, das Gegenteil von Gut ist Gut gemeint 😉 Aus scheinbarer (unverstandener) Liebe geschehen schmerzverursachende Geschichten. Keine Frage, es gibt viel Schmerz auf der Welt, aber das bedeutet nicht das es „das Böse“ gibt. Es wird subjektiv Böses getan, Schmerz verursacht aus vielerlei Gründen. Es bleibt eine subjektive Wertung.

In diesem Sinne fand ich diesen Artikel über Lichtarbeiter inspirierend:
Warum ich kein Lichtarbeiter mehr bin – Teil 1

Ich bin kein Lichtarbeiter, ich lerne als Heiler zu wirken. Ich möchte nicht darüber Werten was ein Mensch getan hat, sondern mit ihm herausfinden, weshalb er tat was er tat und was er nun tun kann um anders zu handeln. Den Schmerz ansehen, verstehen und heilen, die alten Geschichten wiedergutmachen und verzeihen und von nun an freudiger, lebendiger und liebevoller Handeln.

Man soll niemandem etwas nachtragen. Wir haben alle schon genug zu schleppen.
Johannes Müller

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