Autorität, führen und folgen

Selbstwirksamkeit in der Anwendung

Dies ist eine Fortsetzung des Kapitels über die Frage der Macht, Autorität und Hierarchie, in der die spirituelle Bedeutung und das Missverständnis über die Bedeutung von Macht, Autorität und Hierarchie angesprochen wurde. Ich halte das folgende für nicht gut verständlich ohne diese Grundlagen.

Es ist eine schwieriges Thema weil unsere Erfahrung damit, völlig verdreht ist. Die Worte werden falsch benutzt. Mit Macht verbindet man eher einen Zwang, das über andere hinweggegangen wird und mit Hierarchie, Menschen die über einen bestimmen und unterdrückerisch wirken. Zwang durch Gewalt ist jedoch ein Ausdruck von Ohnmacht, sie wird angewandt wenn keine Autorität mehr besteht. Somit ist auch die Leitung und Führung in ihrer natürlichen Form anders, als sie zum Beispiel in der Schule oder Firma erlebt wurde. Mach dich beim Lesen bitte frei davon und erlaube mir, einen anderen Blickwinkel aufzuzeigen.

Diese Ausarbeitung möchte als Ergänzung zu herkömmlichen Einsichten über Führung verstanden werden. Im metaphysischen Verständnis geht es darum, über das vor uns liegende hinauszudenken, und die dahinterliegenden Strukturen und Prinzipien zu erkennen.


Führung…

… wieder so ein schwieriges und missverständliches, aber unumgängliches Thema. Wir können nicht dabei verbleiben, Führung und Hierarchie wie Kinder einfach abzulehnen. Das Prinzip ist da. Wir werden offensichtlich Gesellschaftlich beherrscht und solange wir nicht anerkennen, das es Herrschaft gibt und durchdringen, wie sie funktioniert, wird sich daran nichts ändern.
Schlussendlich geht es um Selbstbeherrschung und Selbstermächtigung. Aber was ist dieses Selbst? Wir sagen nicht Ich-Beherrschung. Also gibt es vor der Selbstbeherrschung ein „ich“ das durchaus beherrscht werden kann und vielleicht auch sollte? Vielleicht vom großen ICH, das mit Selbst gemeint sein könnte? Wenn das Göttliche das kleinere Ich beherrscht?

Irgendwie muss also die Spiritualität in die Führung. Es muss das kleine „Ich“ wissen wie es das Größere im anderen Menschen erkennen kann, wie es ihm vertrauen kann. Hier wirkt Verwirrung und diese müssen wir durchdringen. Wir müssen wieder durchlichten, inwiefern Hierarchie in der Ordnung ist. Wir müssen Begriffe entwirren, Gefühle klären und Intuition freilegen. Begeistern!

Wer durch die himmlische Tugend herrscht, gleicht dem Polarstern. Er bleibt fest an seinem Ort, aber alle Sterne kreisen um ihn«, sagt Konfuzius. Nach Laotse ist diese himmlische Kraft ein »Handeln ohne Handeln« (wei wu wei), ein Siegen ohne zu kämpfen, ein sich Gehorsam verschaffen ohne zu befehlen, ein An-sich-ziehen ohne zu rufen.1)Magische Männlichkeit – Mann sein aus initiatischer Sicht von Oliver Ritter, Kapitel 1.1

Führen und Folgen

Natürliche Autorität zieht an, sie fasziniert, kann überwältigen und wir folgen. Autorität ist ein fest stehender Bezugspunkt, deshalb ist sie angenehm. Es kann aber auch irritierend wirken, weil wir es nicht mehr kennen. Nach einer solchen Erfahrung des unbewussten Folgens, stellt der Verstand alles in Frage, obwohl es sich gut angefühlt hat.
Wir sind verunsichert, in uns stecken tiefe Konditionierungen aus Jahrhunderten, Befehlen zu folgen. Ich war selbst irritiert, als ich das unhinterfragt einmal tat. Die Widerstände, so sie auftauchen, müssen ihrem Sinngehalt nach erforscht werden. Für uns alle ist aufwachen neu, und die Entwicklung von Autorität und sie zu Erfahren, ist ebenfalls neu.

Wir haben einen Konflikt mit dem Folgen, und es ist wichtig und richtig, das wir hinterfragen wem wir Folgen. Wir haben eine Geschichte hinter uns die uns tief verwirrt hat. Unsere Vorfahren sind Führern gefolgt, voller vertrauen und dann wurden uns diese als das abgrundtief Böse vorgeführt. Das hat unsere Volksseele tief erschüttert, wie konnten wir uns so irren?
Das nicht alles so ganz schwarz/weiß gewesen sein kann, ist heute vielen klar geworden und es tauchen zunehmend Nachweise auf, die ein differenzierteres Bild zeigen. Diese Zeit muss nach wie vor aufgeklärt und aufgearbeitet werden, vieles ist noch unklar, weil nach wie vor viele Akten zurückgehalten werden. Durch die Öffnung russischer Archive ergeben sich einige neue Erkenntnisse in der Gegenwart.

Es muss jeder für sich selbst erkennen, was in seiner Familie und in sich selbst für Glaubenssätze und Verwirrung in Bezug auf Führung, Folgen, Autoritäten und Macht bestehen, um zur Natürlichkeit zurückzufinden.

Die Frage die zu klären ist, ist die des Gefühls in Verbindung mit dem Verstand:
– Wenn es sich Richtig anfühlt jemandem zu folgen, ist es dann gut?
– Darf ich meinem Gefühl vertrauen? Wann trügt mich mein Gefühl?
– Wodurch kann ich verführt werden?
– Wo wird mein Gefühl manipuliert, wo mein Verstand?
– Wie füge ich beides so zusammen, das ich die Manipulation erkenne?
– Wo habe ich Zwang in meiner Geschichte erlebt? Wie habe ich ihn erlebt?

Ein gutes Buch zum Thema: Methoden der Manipulation

Aus meiner Sicht ist die Herzebene das was nicht manipulierbar ist. Aber diese Herzebene kann verdeckt werden, durch Schmerz. Und die Stimme des Herzens kann durch die Stimme im Kopf oder die des Leibes übertönt werden. Wir müssen also immer wieder bewusst mit unserer Aufmerksamkeit zum Herzen wandern, ihm Raum geben und uns befragen. Es gilt, nicht gegen sein Gewissen zu handeln, stets die Treue mit sich selbst zu bewahren.

Das Probem des Wortes

Durch unsere Geschichte entsteht in vielen von uns ein ungutes Gefühl zu Worten wie: Führen, Führung und Führer. Dabei ist es in seiner Bedeutung so klar. Wir sagen nicht Zwinger, Drücker, Zieher, Erzieher oder Befehler. Wir sagen Führer oder Leiter. Führung und Leitung sind ähnliche in ihrer Grundbedeutung. Im Grimmschen Wörterbuch steht in Bezug zum Führer etwas von Lastträger, Lohnträger und „einer der durch mitsein eine richtung oder linie einhalten und in dieser fortkommen macht“.2)http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&mode=Vernetzung&lemid=GF11131#XGF11131
Es ist ein geleiten, eine Richtung geben, in der Spur halten, Acht geben, Achtsam sein. Wie ein Bergführer, unsere Kenntnisse über das Leben, einem anderen Schenken. Im Wortsinn eine stimmige Sache. Führen ist ein voraus gehen, Weg bereiten und die Wege die man bereits gegangen ist, Anderen zeigen. Anführen ist Voraus gehen und anziehen, es ist ein Sog und kein Druck.

An dieser Stelle mögen Erzählungen über die Jugend „dessen Name nicht genannt werden darf“ dem Geschichtsbild ein paar Schattierungen hinzufügen:
August Kubizek: Du weißt schon wer, mein Jugendfreund

Größere Zusammenhänge: Wenn das die Menschheit wüsste… von Daniel Prinz

Ein kurzer Ausflug in die Bedeutung von Sprache und Wortverdrehung

Solch positive und unersetzbare Worte wie Führung in ihrer Wahrnehmung zu verändern und sie mit negativen Bildern zu beladen, ist eine gängige und tragische Manipulation. Lösen wir sie nicht auf, geht uns ein Wort unserer Sprache verloren, welches ein Ausdruck eines Gedankens ist, eines ganzen Gedankenkomplexes. Wenn wir es verloren geben, bleibt uns der Sinngehalt, der dahinter Gedacht war, verschlossen und verarmt unser Denken. So ein „gesperrtes Wort“ wirkt wie ein Keil der uns im Weg steht, ein Thema zu erschließen.
Durch das falsche Verständnis eines Wortes, erleben wir zudem Kommunikationsprobleme, woran sich dann leicht Konflikte entzünden können. Durch die Mehrfachbedeutung eines Wortes, Manifestieren wir unsere Wirklichkeit fehlerhaft. Denn wir beabsichtigen etwas, also das was wir glauben zu meinen und erwirken zugleich auch das, was das Wort tatsächlich schon immer ausgesagt hat und dessen Klangschwingung, die in alter Zeit gefunden wurde.

Nehmen wir das Wort Geld. Es bedeutet auch Schuld und Vergeltung.3)althochdeutsch gelt = Zahlung, Lohn, Vergeltung, Opfer ; mittelhochdeutsch: gelten = zurückzahlen, zurückerstatten, entschädigen, für etwas büßen, Einkünfte erbringen, bezahlen, Wert sein;
Daneben gab es das altsächsische »geld« (Opfer, Vergeltung, Zahlung), das altenglische »gield« (Opfer, Kult, Zahlung, Tribut), aus dem sich das heutige Wort »guilty« (schuldig) entwickelt hat, und das gotische »gild« (Steuer, Zins); Noch ältere Variationen leben allesamt in dem Bedeutungsraum Schuld, Opfer, für etwas büßen, für etwas bezahlen, …
(https://german.stackexchange.com/questions/18690/entgelt-unentgeltlich-geld-geldlich#32505, abgerufen am 11.05.2019)
Und unser Geld ist tatsächlich ein Schuldgeldsystem, das durch Schulden geschöpft wird.
Was also Manifestieren wir, wenn wir uns Geld wünschen? Das ergibt Konfusionen und Chaos.

Es kann gar nicht hoch genug gehalten werden, wie wichtig eine klare Ausdrucksweise und die korrekte Kenntnis von Worten sind. Gedanken schaffen Realität und Worte und Klangschwingungen sind die Struktur mit der wir Arbeiten. Es gibt ein Durcheinander im Austausch und in dem was wir erwirken, wenn hier keine Klarheit herrscht. Je mehr Worte wir haben, hinter welchen ja oft ein ganzes Konzept steckt, desto besser kann sich die Komplexität des Geistes orientieren. Wenn mir Worte für meine Gefühle fehlen, ist es beträchtlich schwerer mir ihrer Gewahr zu werden. Imgrunde müsste ich sie dann erfinden, was aber ungleich schwieriger ist, als wenn so eine Struktur schon da ist.

Ein Beispiel um das Greifbarer zu machen. Irgendwann im Leben kommt der Punkt an dem wir Wissen, das wir jetzt lieben. Es gibt das Konzept des Wortes Liebe, zum Beispiel in der Dimension eines Gefühls. Wir wissen von dem Konzept und wenn wir es dann erleben, greifen wir auf das Konzept zurück und wissen das wir dort angekommen sind.
Wenn ich nur 5 Worte für Gefühle habe, ist es schwieriger die Schattierungen meiner Gefühlswelt zu differenzieren. Die Struktur des Wortes gibt uns Orientierung und wir wissen dann, das da etwas ist, auch wenn wir es noch nicht kennen. Wir können aktiv auf die Suche gehen und ergründen was mit einem Wort gemeint ist, das ein Gefühl beschreibt. Es entsteht Bewusstseinsentwicklung durch den Sog einer schon bestehenden Struktur.
Wenn unsere innere Komplexität noch nicht so groß ist, ist für uns Gram4)nagender Kummer, dauernde tiefe Betrübnis über jemanden oder etwas und Traurigkeit vielleicht das Selbe, aber irgendwann unterscheiden wir es dann.

Was ich sage ist meine Verantwortung, was andere nicht verstehen ist ihre, aber wenn ich mich nicht bemühe mich so auszudrücken das Andere mich verstehen, bewirkt ihr Unverständnis womöglich eine negative Konsequenz für mich.

„Zwischen dem, was wir sagen wollen, was wir denken das wir sagen, dem was wir sagen, was wir hören, was wir hören wollen, und was wir verstehen, bestehen jede Menge Unterschiede.“5)https://gedankenwelt.de/ich-bin-fuer-das-verantwortlich-was-ich-sage-nicht-fuer-das-was-du-verstehst/ Abgerufen am 29.4.2019

Wir müssen vermitteln können was wir wirklich meinen und uns immer wieder erkundigen ob das was wir gemeint haben, auch wirklich angekommen ist. Das braucht manchmal eine Menge Geduld und Nachsicht. Es entbrennt manchmal ein Streit, der damit Endet, das deutlich wird, das man sich längst Einig war und er nur zustande kam, weil Worte missverstanden wurden. Hier hilft unsere deutsche Gründlichkeit, die sich in der exaktheit unserer Sprache ausdrückt.6)Sagt man, ich kann keine Fremdsprachen. Für mich ergibt es bei dem was ich tue keinen Sinn, eine andere Sprache zu lernen. Sie ist meine Muttersprache, sie ist exakt, in ihr kann ich sagen, was ich meine und sie erlaubt meinem Denken Klarheit. Ich kann das in keiner anderen Sprache, deshalb habe ich mich hier verkörpert.

Worte zu verbieten, umzudeuten oder mit negativen Bildern und Gefühlen aufzuladen ist eine fürchterlich wirksame Manipulation. Nur eine Gesellschaft die korrekt Kommunizieren kann, findet miteinander Frieden. Wir haben eine ausgezeichnete Sprache, in der wir uns sehr präzise ausdrücken können. Das ist eine unserer Stärken und deshalb ist es wunderbar, wenn Fremde zu uns kommen und unsere Sprache lernen wollen. Es ist aber ein Problem, wenn sie dadurch nur so rudimentäre Benutzt wird, das sie verarmt. Und es ist wichtig, das wir selbst die Wortverdrehungen aufdecken und zu innerer Klarheit finden. Dann können wir den Verdrehern mit unserer Klarheit Einhalt gebieten.

Die Angst vor der Selbstwirksamkeit

Jeder der spirituell halbwegs Erwachsen wird weiß, das er alles was er bewirkt, über das eigene Leben hinaus verantworten muss. Das führt zu Vorsicht im Handeln und aus dieser Perspektive ist es nichts erstrebenswertes mehr, Macht einzusetzen. Man wird sehr Achtsam und handelt und spricht überlegt, vor dem Hintergrund der möglichen Auswirkung.

„Ist das was ich sage, auch wahr und gut, wenn alle anderen diesem Gedanken folgen?“

Erstrebenswert bleibt es noch Macht potentiell zu erlangen, als Errungenschaft innerhalb der Ganzwerdung der Seele. Die Angst vor Verantwortung kann derweil zu Stillstand führen, weil die Sorge vor der Auswirkung, lähmen kann. Es ist eine Prüfung und sucht sein Gleichgewicht zwischen Verantwortung, Zurückhaltung, Wagemut und Entschiedenheit.
Zu schnell zu viel Macht zu erlangen ist deshalb nicht erstrebenswert, es führt zu Fehlern mit großer Auswirkung. In dieser Sache, kann zu schnell erlangte Macht zu Angst führen, Angst die mit der jetzt viel größeren Wirksamkeit ausstrahlt und sich tief verankert. Denn die Macht von der hier die Rede ist, ist die des Bewusstseins. Alles was ich mit einem mächtigeren Bewusstsein tue, hat größere Auswirkungen. Jeder Gedanke.
Macht ist etwas das organisch wachsen sollte, sonst hat es womöglich fatale Auswirkungen auf die Umgebung und die eigene Seelenentwicklung. Jedes Problem das im Charakter besteht, wirkt sich vergrößert aus. Wer ein Problem mit Geld hat, wird das Problem mit viel Geld entsprechend größer Inszenieren und sich damit die Auflösung des Musters erschweren.

Annahme von Macht und Führung

Der Besitz von Macht, den er nicht mehr zurückweisen kann, stellt die letzte große Prüfung für den Mann vor seiner Vollendung dar. 7)Magische Männlichkeit – Mann sein aus initiatischer Sicht von Oliver Ritter, Kapitel 5.2.4. Macht

Kein reifer Mensch wird die Führung suchen. Sie ist viel Arbeit, mit einer Menge Sorgen verbunden, wird oftmals nicht wertgeschätzt weil Andere die Notwendigkeiten darin nicht Erkennen, und die Verantwortung ist Groß. Entgegen der allgemeinen Annahme, ist es deshalb eher schwierig in einer Gemeinschaft Menschen zu finden, welche Führungsaufgaben übernehmen. Jene die es unbedingt wollen, sind wiederum ungeeignet, weil sie sich dann einen Vorteil davon versprechen, den es nur gibt, wenn die Führungsrolle nicht ausgefüllt wird.

Niemand darf die Führung ablehnen wenn sie ihn ruft und kein besserer zur Hand ist. Denn etwas nicht zu tun, wozu man in der Lage wäre, ist Teil der Verantwortung die jeder Mensch zu tragen hat. Es obliegt natürlich nicht uns Menschen, über Andere zu Richten, aber aus meiner Sicht ist es spirituell falsch, nicht zu tun, was in die eigenen Fähigkeiten gelegt wurde. Wir haben unsere Begabungen, weil wir sie uns gegeben haben, um etwas damit zu tun. Entsprechend unserem Lebensplan haben wir uns Fähigkeiten zugedacht und wir finden denselben, durch deren Anwendung. Wir machen uns „schuldig“ an unserer Idee, wenn wir uns weigern das Bestmögliche mit dem zu tun, was wir haben. Wir sind dann Untreu gegen uns selbst, was als höchste Sünde gilt und deshalb ist Feigheit verpönt.

Jede Führungsperson muss gar darum kämpfen wenn sie erkennt, das ein Anderer die Gruppe mit seiner Entscheidung ins Verderben führt. Denn auch nicht eingesetzte Macht ist eine Verantwortung der wir uns nicht erwehren können. Sei es auch noch so Hoffnungslos und seien wir der Einzige der mit Weitblick erkennt, das alle anderen ins Verderben rennen, so müssen wir unsere Verantwortung wahrnehmen und Kraft unserer Stimme und Autorität sprechen.

Derweil wird die Suche innerhalb einer Führung stets darin liegen, sie in vernünftigem Rahmen abzugeben. Alles Andere würde sonst zwangsläufig zu Überarbeitung oder Stillstand führen, wenn es sich potenziert. Der Fokus muss für alle darauf liegen, das jeder innerhalb einer Struktur lernt, Erwachsen und Selbstverantwortlich zu handeln. Dann verteilt sich die Macht des Einzelnen und jeder kann seine Natur frei Leben und für einen anderen Einspringen, was jedem die Freiheit der Wahl schenkt, mehr von dem zu tun was er möchte und weniger von dem was Notwendig ist.

Führung und Selbstverantwortung

Es wird immer Hierarchien geben, weil es Machtunterschiede gibt, weil wir ein Spiel der göttlichen Vielfalt spielen. Deshalb braucht es Führung von Jenen, die mehr verstanden haben als Andere. Aber diese Führung muss nah am einfachen Mann bleiben, sie muss wahr sein, also niemals zwingen dürfen und jedem muss es möglich sein, durch Befähigung in Führungspositionen zu gelangen. Durch den direkten persönlichen Bezug zu unseren Führungspersonen, brauchen wir mehr von diesen und sie können nicht mehr entfremdet werden. Die Führungsperson bleibt angehalten, ihr höheres Verständnis der Metaebenen, dem einfachen Mann verständlich zu machen und der einfache Mann hat ansporn, es wirklich zu begreifen.
Zudem wissen wir nicht, welcher große Geist sich in einem Kind offenbaren wird, es sollte also jedem offen stehen, seinen Weg zu finden.

Der Kinderwelt entwachsen – Selbstermächtigung

Also hinweg mit der falsch verstandenen Schonung und dem schlaffen, verzärtelten Geschmack, der über das ernste Angesicht der Notwendigkeit einen Schleier wirft und eine Harmonie zwischen dem Wohlsein und Wohlverhalten lügt, wovon sich in der wirklichen Welt keine Spuren zeigen. Stirn gegen Stirn zeige sich uns das böse Verhängnis. Nicht in der Unwissenheit der uns umlagernden Gefahren – denn diese muss doch endlich aufhören – nur in der Bekanntschaft mit denselben ist Heil für uns.8)Friedrich Schiller

Wir sind zur Einsicht gelangt, das die Zeiten der großen Führer vorbei ist. Es wird zwar immer Führer geben, das muss es, aber mit dem Ziel von freien Männern und Weibern9)Warum ich Weib sage? Weib, Waib oder Maid sind die alten Begriffe. Das Wort Frau stammt vom Althochdeutschen frouwa, bedeutet Herrin und war eine Standesbezeichnung für eine adlige und verheiratete Frau. Dabei ist frouwa die Femininbildung von fro, dem Herrn.
Wir sprechen von der Weiblichkeit und deshalb spreche ich vom Weib. Mir ist schleierhaft wie diese Bezeichnung allmählich negativ konnotiert werden konnte. Waib hat einen ganz anderen Schwung, eine ganz andere Kraft für mich, während Frau im Vergleich eher farblos und unterwürfig klingt.
die sich ihrer eigenen Macht und Verantwortung bewusst sind. Menschen die jemandem Folgen weil sie das wollen und als stimmig empfinden und nicht weil sie müssen oder mit Manipulation dazu gebracht wurden.
Selbstverantwortung kann nur scheinbar abgegeben werden.10)Auswege aus „dem System“ – Grundlagen Die Folgen des eigenen Handelns trägt stets jeder Einzelne selbst. Ich bin Frei, wenn ich mich in die Ordnung einfüge, weil erst die Ordnung mir die Freiheit gibt, in Harmonie zu sein, mit dem was IST. In diesem Bewusstsein kann ich mit meiner Macht, der Idee einer Führung folgen, und sie ihr jederzeit wieder entziehen, ohne Opfer zu sein. Ich kann Frei sein und dennoch Folgen, wenn ich es Gut heiße, oder mich davon überzeugt habe, das ich Vertrauen darf, obwohl etwas meinen Horizont übersteigt. Das jedoch ist nur im direkten Bezug zu einem Menschen möglich. Von Herz zu Herz.

Dazu bedarf es jedoch eines Entwachsens aus der Kinderwelt.11)Ein Begriff den Alexander Wagandt geprägt hat ->Leben wir nach einem kindlichen Weltbild? Kinder brauchen Eltern und spirituell gesehen ist Aufwachen, das Erwachsen werden der Menschheit. Unsere geistigen Führer können nichts anderes tun, als uns wie Kinder behandeln, solange wir uns so verhalten. Und manche von Ihnen tun eben was sie wollen, auch zum Schaden anderer, aber das haben sie selbst zu verantworten. Manchmal sind geistige Kinder aber auch einfach grausam zueinander, weil sie eben Kinder sind. Sieh dir die Kinder an, wie sie im Kindergarten manchmal zueinander sind. Es ist im Großen wie im Kleinen.

Sich erheben, immer und immer wieder, bis Lämmer zu Löwen werden.12)Filmzitat aus Robin Hood von 2010

Das Programm der neuen Zeit ist Aufwachen, ist gewahr sein das wir Bewusstsein sind, welches einen Körper bewohnt und darin vielfältige Spiele spielt. Darin sind wir Männer und Weiber13)Warum ich Weib sage? Weib, Waib oder Maid sind die alten Begriffe. Das Wort Frau stammt vom Althochdeutschen frouwa, bedeutet Herrin und war eine Standesbezeichnung für eine adlige und verheiratete Frau. Dabei ist frouwa die Femininbildung von fro, dem Herrn.
Wir sprechen von der Weiblichkeit und deshalb spreche ich vom Weib. Mir ist schleierhaft wie diese Bezeichnung allmählich negativ konnotiert werden konnte. Waib hat einen ganz anderen Schwung, eine ganz andere Kraft für mich, während Frau im Vergleich eher farblos und unterwürfig klingt.
und es gibt vielfältige Rollen und keine davon ist wichtiger, wir spielen einfach jene die zu uns passt und die wir uns gewählt haben. Nimm dein Schicksal an und entdecke, warum du dir Dieses gewählt hast, das vor dir liegt und kein Anderes. Folge und führe, so wie es gebraucht wird, so wie es Stimmig ist. Dann finden wir gemeinsam in den Frieden.

Folge deinem Herzen, folge Anderen mit deinem Herzen und führe mit dem Herzen.

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Quellen und Hinweise   [ + ]

1. Magische Männlichkeit – Mann sein aus initiatischer Sicht von Oliver Ritter, Kapitel 1.1
2. http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&mode=Vernetzung&lemid=GF11131#XGF11131
3. althochdeutsch gelt = Zahlung, Lohn, Vergeltung, Opfer ; mittelhochdeutsch: gelten = zurückzahlen, zurückerstatten, entschädigen, für etwas büßen, Einkünfte erbringen, bezahlen, Wert sein;
Daneben gab es das altsächsische »geld« (Opfer, Vergeltung, Zahlung), das altenglische »gield« (Opfer, Kult, Zahlung, Tribut), aus dem sich das heutige Wort »guilty« (schuldig) entwickelt hat, und das gotische »gild« (Steuer, Zins); Noch ältere Variationen leben allesamt in dem Bedeutungsraum Schuld, Opfer, für etwas büßen, für etwas bezahlen, …
(https://german.stackexchange.com/questions/18690/entgelt-unentgeltlich-geld-geldlich#32505, abgerufen am 11.05.2019)
4. nagender Kummer, dauernde tiefe Betrübnis über jemanden oder etwas
5. https://gedankenwelt.de/ich-bin-fuer-das-verantwortlich-was-ich-sage-nicht-fuer-das-was-du-verstehst/ Abgerufen am 29.4.2019
6. Sagt man, ich kann keine Fremdsprachen. Für mich ergibt es bei dem was ich tue keinen Sinn, eine andere Sprache zu lernen. Sie ist meine Muttersprache, sie ist exakt, in ihr kann ich sagen, was ich meine und sie erlaubt meinem Denken Klarheit. Ich kann das in keiner anderen Sprache, deshalb habe ich mich hier verkörpert.
7. Magische Männlichkeit – Mann sein aus initiatischer Sicht von Oliver Ritter, Kapitel 5.2.4. Macht
8. Friedrich Schiller
9, 13. Warum ich Weib sage? Weib, Waib oder Maid sind die alten Begriffe. Das Wort Frau stammt vom Althochdeutschen frouwa, bedeutet Herrin und war eine Standesbezeichnung für eine adlige und verheiratete Frau. Dabei ist frouwa die Femininbildung von fro, dem Herrn.
Wir sprechen von der Weiblichkeit und deshalb spreche ich vom Weib. Mir ist schleierhaft wie diese Bezeichnung allmählich negativ konnotiert werden konnte. Waib hat einen ganz anderen Schwung, eine ganz andere Kraft für mich, während Frau im Vergleich eher farblos und unterwürfig klingt.
10. Auswege aus „dem System“ – Grundlagen
11. Ein Begriff den Alexander Wagandt geprägt hat ->Leben wir nach einem kindlichen Weltbild?
12. Filmzitat aus Robin Hood von 2010