Das „für & wider“ der wesentliche Unterschied

hand in hand“ von Tamaar BY-NC-ND 2.0

Mit Freude beobachte ich die letzten Jahre, wie sich eine Erkenntnis in die Gesellschaft bahnt. Wenn ich für etwas kämpfe, erschaffe ich. Bin ich dagegen, stärke ich das wogegen ich antrete. Widerstand erzeugt Gegendruck und Gründe für Konflikte.

Mit meinem „dagegen“ verneine ich die Realität meines Gegenübers und schaffe damit einen Konflikt. Wie soll sich mein Gegenüber verhalten, wenn ich ihm erst mal ein NEIN entgegenbringe? Ist das ein Beginn für einen fruchtbaren Austausch?
Mein Gegenüber wird automatisch einen Gegendruck aufbauen müssen, sich rechtfertigen um seine Grenzen zu wahren.
Nicht anders der Staat, wenn ich gegen ihn bin. Der Kampf gegen etwas liefert Gründe gegen mich zu kämpfen, krieg zu führen. Von Worten zu Gewalttaten. Dieses System aus dem sich viele befreien wollen, kann mit Druck gut umgehen und ist geübt darin von jeder Form des Widerstandes, der ihm entgegengebracht wird zu profitieren. Am Ende bleibt es eine Machtfrage und ich glaube es ist überall sichtbar, wer diese gewinnt.

Hat sich irgendetwas verändert, in irgendeiner Bewegung, die Gegen etwas war?
Wenn ich gegen den Krieg bin, denke ich an Krieg, nicht an Frieden. Ich Manifestiere mit meinen Worten Krieg und ich bin im Krieg und im Widerstand. Aus Erfahrung weiß ich, dass unsere innere Bilderwelt, unser Unterbewusstes kein „Nein“ kennt. Wir stellen uns das vor, was wir sagen, egal ob es um keine grüne Blumenwiese geht oder um eine grüne Blumenwiese.

Der Unterschied kann marginal wirken, ganz unbedeutend, und doch ist die Tragweite dieser Haltung gigantisch. Sie ist der Unterschied zwischen einer Sache und ihrem exakten Gegenteil. Und manche Menschen wundern sich, weshalb sie nicht das erreichen was sie möchten – das ist ein gewichtiger Grund.
Seit Jahrzehnten gehen Menschen gegen den Krieg auf die Straße. Haben wir weniger Krieg? Seit kurzem gehen Menschen für den Frieden auf die Straße. Sie machen sich für ein positives Bild stark oder zumindest den Begriff. Die Bilder dürfen noch viel bunter gemalt werden. Denn was bedeutet Frieden genau? Was ist das für ein Gefühl? Wie sieht dein persönlicher Frieden aus?
Je Bunter wir in Malen, je mehr wir fühlen was wir erreichen wollen und je weniger widerstand unsere Umwelt in uns erzeugt, je mehr wir für dieses Bild real tun, mit unserem Nächsten, mit unserem Nachbarn, Kindern und Verwandten, desto schneller haben wir genau das vor der Nase.

Ich gewinne mehr und mehr den Eindruck, das die öffentliche Meinung viel wichtiger ist, als man gemeinhin annimmt. Das würde erklären weshalb ein so enormer Aufwand betrieben wird, uns in der Masse zu manipulieren. Was wäre, wenn im kollektiven Energiefeld eines Volkes erst genug Zustimmung und innere Zwistigkeit herrschen müssen, bevor „die Mächtigen“ in der Lage sind, einen Krieg zu inszenieren?

Wir sind die mächtigen. Du bist es. Deine Gedanken, deine Bilder, dein Umgang mit deinem Nächsten, wohin du dein Geld gibst und dein Glaube an „die Mächtigen“ machen möglich was geschieht.
Aber: Kein Grund sich Druck zu machen. Es ist ein Weg und es geht darum in Richtung bewusster Gestaltung zu gehen. Der Schlüssel ist die Selbstverantwortung, sie Stück für Stück zurück zu nehmen. Sich selbst erkunden und lieben lernen. Und mit dem was du bist, das zu gestalten was du für Lebenswert hältst, andere so zu Behandeln, wie du dir eine Begegnung wünschst. Eine Begegnung die dich erfreut und bereichert.
Wir Menschen sind wie wir sind und nichts ändert sich von jetzt auf gleich. Und doch sind es oft Kleinigkeiten die in der Zeit ihr Potential entfalten. Kleinigkeiten, wie das Aufgeben von Widerständen, die uns Verleiten gegen etwas zu sein.

Ich bin kein Gegner von irgendetwas. Sicher habe ich meine Widerstände, bin mit vielem nicht Einverstanden, aber ich erkläre mich nicht zu einem Gegner oder Feind. Ich mag nur bei vielem nicht mehr mitmachen und lerne zu akzeptieren das es Dinge in der Welt gibt, die mir nicht gefallen und die ich noch mitmachen muss. Und dann gehe ich weiter meinen eigenen Weg, gehe von den Menschen weg die meinen Weg nicht Teilen ohne sie schlecht zu machen und zu denen hin, die mich bereichern und erfreuen. Ich versuche mich darin, jedem Menschen so liebevoll zu begegnen wie mir möglich ist und mich andernfalls abzugrenzen. Ich kläre meine Konflikte, die oft genug nur von Missverständnissen herrühren oder vom fehlenden Verständnis für die Welt des anderen. Ich erschaffe jeden Tag meinen Frieden in meiner persönlichen Welt, bastel an meinen Träumen, meinen Bildern von einem Leben das meiner Sehnsucht entspricht und gehe Schritt für Schritt auf meinem Weg. Ich erfahre, das das ein Weg ist, der mein Leben mit Freude und Dankbarkeit füllt.

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