Auswege aus „dem System“ – Kollektive Verdrängung

Es ist unangenehm sich mit bestimmten Themen auseinanderzusetzen. Selbst wenn der Anfang gemacht ist, also eines der vielen Themen hinterfragt wurde und man ertragen hat, das wenn diese eine Sache nicht so ist wie man sie uns erzählt hat, dass dann das ganze System nicht in Ordnung sein kann.
Das ist bereits ein heftiger psychischer Widerstand der viele Menschen davon abhält hinzusehen. Selbst wenn eine Sache offensichtlich zum Himmel schreit, wird sie ausgeblendet.  Es hängt eben an diesem ersten Thema ein ganzer Rattenschwanz. Anzuerkennen, dass man sich geirrt hat oder gar sein leben auf falschen Glaubensvorstellungen aufgebaut hat, ist schwer zu ertragen.

Nach dieser ersten Hürde, welche doch immer mehr Menschen genommen haben, kommen jedoch weitere. Es ist eine Grundfrage: Bin ich bereit mich mit diesen ganzen düsteren Themen auseinanderzusetzen? Und wozu sollte ich das tun? Genau mit dieser letzten Frage will ich mich hier beschäftigt. Was spricht dafür hinzusehen?

Die eigene und kollektive Gesundheit

Im Individuellen Rahmen, geht es in der Psychotherapie und Heilkunde darum, die verdrängten Schatten anzusehen und zu integrieren. Diese Verdrängungen, diese Traumata und Verleugnung sind es, die uns krank machen. Wir verweigern uns einem Thema im Leben und entwickeln ein entsprechendes Symptom als Ausgleich.
Durch diesen Ansatz funktioniert die symbolische Krankheitsdeutung wie sie Rüdiger Dahlke bekannt gemacht hat. Auch die Homöopathie arbeitet damit und imgrunde muss es jede Methode tun die wirklich in der tiefe Heilen will.
Wenn wir einer Sache aus dem Weg gehen, ein Thema ausblenden, einen Schmerz nicht ansehen, dann gerät unser Energiesystem energetisch in ein Ungleichgewicht. Dieses Ungleichgewicht bringt sich selbst ins Gleichgewicht indem es eine Kompensation entwickelt, also zum Beispiel eine Erkrankung. Dadurch ist das Energiesystem wieder im Gleichgewicht, aber wir sind eben Erkrankt. Durch das „ins Gleichgewicht bringen“ dieses Themas, werden wir wieder gesund, weil unser Energiesystem ohne die Erkrankung wieder im Gleichgewicht ist.

Als Beispiel, hat zum Beispiel ein Hautproblem in der Regel mit einem Thema zu tun, wo wir uns nicht abgegrenzt haben oder im Gegenteil, Berührung gesucht haben, die wir nicht bekamen. Das Symbolische betrachten in Verbindung mit der Intuition ist dabei der Schlüssel.
Wem das nicht bereits geläufig ist, Rüdiger Dahlke beschreibt es in seinen Büchern sehr greifbar.

Kollektiv gesehen, ist es genauso. Wenn wir nicht hinsehen, kann es keinen Frieden, keine Gesundheit des Gesamtsystem geben. Es gibt dann Symptome in der Welt und in den Menschen, welche diese Verdrängung ausgleichen. So entstehen unter anderem Subkulturen: Zum Beispiel repräsentiert die schwarze Szene (Goten, Blackmetal, Gruftis) die Themen der Vergänglichkeit, der Erotik, der Aggressivität, Magie, Sensibilität und der menschlichen Abgründe. Menschen von außerhalb reagieren manchmal aus der ferne fasziniert aber doch eher mit großer Berührungsangst und Unverständnis, denn sie spüren unbewusst, das da etwas gelebt wird das bei ihnen im Schatten liegt.

Es ist unangenehm, aber sehr bedeutsam, die Realität so zu nehmen wie sie ist. Darunter sind unglaubliche Dinge, grausame Dinge, viel Lieblosigkeit, Verirrung, Schmerz und Abgründe. Kollektiv gesehen sind es unser aller Abgründe. Es wird im Umkreis von Spirituellen so gerne betont, wir seien alle eine Menschheit…und das sind wir mit den hellen Seiten und auch den Dunklen.
Um aus dem System auszusteigen, um die Welt zu heilen, bedarf es des Hinsehens. Das Hinsehen heilt. Vieles können wir nicht einfach ändern, aber wenn wir hinsehen und wir es selbst nicht mehr verdrängen, hat das Einfluss auf das Gesamtsystem. So viele Dinge können nur deshalb bestehen und geschehen, weil keiner Hinsehen mag. Selbst wenn es mutige gibt, die die Wahrheit aussprechen, nutzt das eben gar nichts, wenn es nicht auch offene Menschen gibt, die in der Lage sind die Wahrheit anzunehmen und hinzuhören.

Es gab schon viele Menschen aus dem System die etwas bekannt gemacht haben, das aber nicht wirklich Resonanz findet. Zum Beispiel aus der Pharmaindustrie, der Waffenlobby, Agrarindustrie, Lebensmittelindustrie und Geheimdienste (tiefer Staat). Dinge die uns alle betreffen aber scheinbar zu schmerzhaft sind, sie anzuerkennen, trotz einer Fülle an leicht verfügbaren Informationen.

Verdrängung macht uns Manipulierbar

Wenn du auf ein Thema oder eine Aussage triffst, die dich spontan extrem Emotional werden lässt, dann hast du eine persönliche oder kollektive Verdrängung gefunden.
Durch diese Emotionalität setzt das logische Denken aus und man befindet sich in einem Reizreaktionsmuster. Das ist Sinn der Massenpsychologie, denn damit lassen sich Menschenmassen kanalisieren. Werfe ein bestimmtes Reizwort in den Raum, verbinde es mit einem Menschen der unliebsam für das System ist und alle die in diesem Reizreaktionsmuster stecken, halten sich von diesem Menschen fern. Sie reagieren dann irrational, emotional, mit Abwehr, Desinteresse oder blenden es aus ihrer Realität aus. Weitgehend unbewusst werden so ganze Themenbereiche ausgeklammert und die Grundlage bildet eine Verdrängung.

Eines dieser Reizworte, das sich langsam abgenutzt hat, ist „Verschwörungstheoretiker“. Ich kann es hier wohl exemplarisch nennen, ohne gleich so heftige Reaktionen zu ernten, dass es nicht mehr nüchtern Betrachtet werden kann.

Stärke ich das negative, durch das hinschauen?

Es gibt die Ansicht, man würde diese Themen mit seiner Gedankenkraft füttern, wenn man sich damit beschäftigt. Im Sinne, es wächst das, worauf du eine Aufmerksamkeit richtest.
Diese Betrachtung ist kurzsichtig und funktioniert im persönlichen Leben nicht. Die Kraft der Gedanken ist nur eines der hermetischen Gesetze und es funktioniert, jedoch ist das Gesetz der Dualität wichtiger. Wenn wir unangenehme Dinge in unserem Leben ausblenden und ihnen aus dem Weg gehen, manövrieren wir uns in kürzester Zeit in viele Probleme. Denn nur weil wir die Dinge nicht ansehen, sind sie nicht weg, sondern wirken weiter, ohne unseren Einfluss.
Der Weg der Heilung führt durch den Blick in den Schatten, das Bewusst machen und annehmen der Wirklichkeit wie sie ist. Ein Schatten ist in seiner Manifestation stets mächtiger als jede bewusst getroffene Entscheidung einer Gedankenmaterialisierung. Das Werkzeug der Gedankenkraft wird erst nützlich, nachdem wesentliche Schatten aufgelöst sind.

Der schwierige Zustand dazwischen

Beim Hinsehen kann etwas entstehen das sehr schwer auszuhalten ist und wodurch wir dazu neigen, wieder alte, bereits durchschaute Schatten und Muster aufzugreifen. Wenn wir etwas als Glaubensmuster erkennen, ist das der erste Schritt. Aber eine Illusion zu durchschauen kann ins stocken geraten, wenn wir das neue noch nicht akzeptieren können. Das alte ist zerbrochen, als Illusion erkennt…und dann? Womöglich warten noch weitere Schatten oder die Realität ist ganz ohne Schatten zu schwer zu ertragen. Dann braucht es Zeit. Soetwas tritt auf, wenn es um kollektive Schatten geht, eine kollektive Verdrängung und dann aber durch einen individuellen Schatten das neue noch nicht betrachtet werden kann. Hier hilft nur, zu akzeptieren das es jetzt so ist und dann in den individuellen Prozess der eigenen Themen zu gehen.
Die leere die Entsteht, wenn das alte Weg ist und das neue noch nicht da, macht anfangs Angst, kann jedoch auch ein wunderschöner Zustand sein. Die leere die in der Meditation angestrebt wird, ist dann da. Kein neues Wirklichkeitskonzept ist da, das die Sicht versperrt, um sich selbst so zu sehen wie man ist. Liebe dich dafür, das du bist wie du bist, mit deinen Schwächen und Fehlern.

Die Realität birgt gefahren

Es führt zwar kein Weg daran vorbei, die Realität so anzuerkennen wie sie ist aber da sich die Gesellschaft in einer Massenhypnose befindet, reagiert womöglich eine ganze Menge an Menschen emotional, wenn man öffentlich ein Tabu anspricht. Ausgrenzung oder Anfeindung sind häufige Reaktionen der normalen Gesellschaft.

Doch diese kollektiven Schatten und Glaubenssätze lösen sich langsam. So heißt es, dass die Mehrheit der Menschen der System-Presse nicht mehr vertraut. Diese benutzen diese Schattenthemen massenpsychologisch am stärksten aus und fördern sie. Das ist also eine wunderbare Entwicklung im Sinne des Selbstdenkens und Erwachens.
Aus meiner Sicht ist es zwar noch nicht genug, denn die selben Menschen die der Systempresse nicht mehr glauben, reagieren immer noch sichtbar auf deren Manipulation. Die alternativen Medien, die immer stärker Frequentiert werden, beschäftigen sich noch sehr stark mit dem was diese Presseorgane der Mächtigen thematisieren. Es ist eben ein Prozess.

Wir sind nur frei zu sagen was wir mögen, wenn es keine Bedeutung für das System hat oder nur Halbwahr ist. Mit der Wahrheit sollte man Umsichtig umgehen um selbst keinen Schaden zu nehmen. Jedoch gibt es ebensowenig Alternativen zur Realität.
Was tatsächlich wahr ist, spielt für diese Betrachtung keine Rolle, es wird immer viele Blickwinkel geben. Wenn jemand übermäßig Emotional auf ein Thema reagiert, ist da ein Schatten und dort liegt eine Realitätsverzerrung vor. Sieh dorthin, wo du deine Schatten findest. Taste dich an die Themen heran, die so großen Widerstand in dir hervorrufen.

Hierzu ein Kommentar von Andreas Popp von der Wissensmanufaktur

Eigener Schatten – kollektiver Schatten

Auf dem Weg den kollektiven Schatten zu erkennen, führt kein Weg daran vorbei, die eigenen Schatten zu erkennen. Denn wir regen uns vor allem darüber auf und sehen die Wirklichkeit verzerrt, wenn wir auf ein eigenes Schattenthema stoßen. Das heißt, es ist nicht möglich die kollektiven Schatten zu sehen, wenn die eigenen nicht erkannt und integriert wurden.

So kommen wir also beim großen Ganzen wieder bei uns an. Dem Kehren vor der eigenen Haustür, um das Geschehen um uns herum zu Verstehen. Wir wachen gerade alle gemeinsam aus einem völlig verzerrten Bild von der Wirklichkeit auf. Helfen wir uns also gegenseitig anstatt uns dafür anzugreifen oder runterzumachenn, weil jemand etwas noch nicht durchschaut hat. Jeder von uns hat irgendetwas noch nicht durchschaut, jeder von uns wurde sein Leben lang konditioniert so zu denken wie wir es tun, damit das System weiter so funktionieren kann, wie es immer noch läuft.

Eine entscheidende Haltung
Hinterfrage das Weltbild, widerlege was Falsch ist und bleib beweglich darin, was alles sein könnte ohne dich festzulegen. Schlussendlich ist diese Frage oft erst mal nicht zu klären, aber wir können durchschauen was nicht stimmt.
Es entsteht regelmäßig Streit über Weltbilder, anstatt dabei zu bleiben, gemeinsam zu hinterfragen und das System zu widerlegen. Fixe Weltbilder entzweien. Was wirklich ist, können wir alle gemeinsam Erfahren, wenn wieder frei und offen geforscht und gesprochen werden darf.

Finde deinen Weg, lerne selbst zu denken, sieh hin :o)

 

Weiterführend:

  • Das Schatten-Prinzip – Rüdiger Dahlke
  • Krankheit als Weg – Rüdiger Dahlke
  • Mein Körper: Barometer der Seele – Jacques Martel
  • Lügen in Krieg und Frieden: Die geheime Macht der Meinungsmache – Viktor Farkas
  • Propaganda: Die Kunst der Public Relations – Edward Bernays
  • Die lukrativen Lügen der Wissenschaft: Wie unsinnige Ideen als Wissenschaft verkauft werden – Johannes Jürgenson
  • Grundflüche: Kollektive Verdrängung feinstofflich betrachtet – Kersti Nebelsiek
  • Youtube-Videos von Robert Betz
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