Gemeinschaft: Unsere Ausrichtung und Ziel

Lesedauer 8 Minuten
Was möchten wir, was ist die Kernidee und das Ziel unserer Gemeinschaft?

Es geht uns mit dieser Gemeinschaft um die Grundfrage:
Wie verwirklichen wir die Eigenart des Wertesystems nach der Verständnisöffnung für alle Wertesysteme?

Der Bewusstseinssprung im Wertesystem

Unser Ziel lässt sich leicht benennen und zugleich ist es nur als Idee möglich, denn es geht um eine Entwicklung. Wir haben gelernt, das wir den Sprung des Wertesystems geschafft haben. Wir lernen, mit den verschiedenen Wertesystemen einen guten Umgang zu finden. Wir erkennen uns selbst in unseren Bedürfnissen, als hochsensible Menschen.
Daraus ist die Sehnsucht geboren, all das was sich für uns falsch anfühlt, anders zu machen. Wir befinden uns im Prozess, herauszufinden was das in allen Lebensbereichen bedeutet.

Entgegen vieler Gemeinschaften ist unsere Idee im Grundsatz ausschließend. Normalerweise stoßen sich die Wertesysteme automatisch und unbewusst voneinander ab. Es gibt da keine Frage oder Bewusstsein für anders strukturierte Gruppen: „Ich hab Recht, und du nicht.“ ist die Maxime.
Nach der einschließenden Haltung des grünen Wertesystems, braucht es Abgrenzung. Denn wenn wir nicht mit Unseresgleichen mit unserer Eigenart SEIN dürfen, fühlen wir uns unwohl und gehen bisher einfach weg. Dieses Projekt soll Heimat werden und ein Raum in dem wir so sein dürfen, wie wir uns erkannt haben. Also schließen wir für diesen Raum jene aus, welche diesem Bewusstsein nicht entsprechen.
Ein unbewusster Mensch kann rein gar nichts dafür, das er so unbewusst mit sich und uns umgeht. Er kann nicht verstehen was er anders machen müsste. Wir können für ihn einen Raum schaffen in dem er sich entspannen kann, aber nicht umgekehrt. Es fehlt einfach das Bewusstsein für die Feinheiten, die für uns Bedeutung haben.

Durch eine sichere und harmonische Basis mit unseren Regeln, erlangen wir die Ruhe, mit jedem Wertesystem um uns herum, unser Verhältnis zu finden. Wenn wir nach Hause kommen, wollen wir uns entspannen, das tun was sonst nirgendwo für uns möglich ist. Wir wollen ein Refugium, um in unserem Raum, Dinge für die Welt zu entwickeln.

Wie drückt sich unser Wertesystem aus?

Orientierungspunkte, um sich das besser vorzustellen:

Wohnen und Lebensraum

Wir träumen von Häusern aus Naturmaterialien die durchdacht mit Technologien ergänzt werden. Es soll mehr Raum zwischen unseren Behausungen sein, Platz für Gärten, bisherige Siedlungen erscheinen vergleichbar wie Freilandhaltung und in Städten wie Käfighaltung. Es braucht Raum dazwischen, damit wir für uns sein können und sich unsere Energiefelder nicht so stark überschneiden.
Unsere Räume und Umgebung sollen formschön in das natürliche Einfließen. Pflanzen verbinden sich mit Bauwerken, das nützliche verbindet sich mit dem schönen und die Technologie ist möglichst unsichtbar im Hintergrund.
Die Einrichtung unserer gemeinsamen Räume berücksichtigt das innere harmonische Fühlen und deplatzierten Gegenständen wird auf den Grund gegangen.

Unsere Regeln

Unsere Strukturierung soll ein harmonisches Maß aus Rückzugsräumen und Gemeinschaft sein. Natürliche Hierarchien gepaart mit gleichwertiger Teilhabe für Jeden und Wertschätzung unserer Verschiedenartigkeit. Gegensätze verbinden sich, ohne sich gegenseitig aufzuheben, so wie die Natur es uns in den Geschlechtern zeigt.

Der Umgang miteinander

Wir sind Sensitiv und wünschen, das Auszusprechen was da ist. Was fühlbar im Raum ist, ist sowieso da und mit einer erkundungsfreudigen Haltung auch für Jenen interessant, der sich seiner Kommunikation nicht bewusst war. Das Versteckspiel das in der normalen Gesellschaft üblich ist, ist unsinnig und anstrengend, es verhindert echte Begegnungen.

Soziale Regeln
… werden auf ihre tatsächliche Sinnhaftigkeit und ihre Ursachen hin, abgeklopft und alles darf in Frage stehen. Das Sinnvolle hat immer einen Grund, den wir dann wieder ins Bewusstsein holen.

Abgrenzung
Wir möchten bewusste Abgrenzung zum Schutz unserer Eigenart. Liebe braucht das Nein der Selbstbewahrung. Wer sich sicher fühlt, geht in seiner Zeit auf das Fremde zu. Öffnen und Rückzug passieren in Wellenbewegungen.

Energetik und feinstoffliche Wahrnehmung
Die Wahrnehmung von Energiefeldern und subtilen Stimmungen ist der Normalfall und jeder hat seine Wahrnehmungskanäle dafür. Diese Ebene ist Teil des normalen Alltags: Mit Tieren und Pflanzen reden, die Aura sehen oder Fühlen, Gedankenfelder erspüren und gemeinsam nach geistigen Ursachen stöbern. So wie es gerade entsteht und gebraucht wird. Nichts kann zu verrückt sein, um es nicht auszusprechen und mal ernsthaft zu betrachten.

Familie und Geistesverwandschaft
Die Kleinfamilie ist für sich und doch sind Kind und Partnerschaft eingebettet in der Gemeinschaft und werden durch diese entlastet. Es bestehen Seelenverbindungen des Geistes miteinander, welche neben der blutsverwandten Familie, nicht minder wichtig sind. Familie oder Sippe erfahren eine neue Form durch fühlbare Seelenverwandtschaft oder gemeinsame Erlebnisse vergangener Inkarnationen.

Ahnen, Altern und Rollen
Die Familiengeschichte ist Teil unseres Seins und bildet sich als Muster in unserem Alltag ab. In diesen wechseln die Rollen von Kind zu Eltern zu Großeltern.
Jedes Lebensalter bietet seine Vorzüge und wir suchen jene Rollen, um in unserer Gemeinschaft sinnvoll zusammenzuwirken und unsere Zufriedenheit zu finden.

Kunst

Die Kunst versucht das unbewusste zu Verkörpern und eine Ahnung von Dingen zu geben, welche über diese Sprache der Kunst zu beschreiben sind. Kunst ist für uns Ausdruck von Seelenleben, von Sehnsucht und Schönheitsempfinden. Sie ist stets angelehnt an ein gemeinsames Empfinden, an grundlegende Themen die uns beschäftigen.
Ein Beispiel wären Gegenstände zu schaffen, die einem inneren Prozess entsprechen oder ein Seelenbild welches in einer Innenweltreise gefunden wurden. Oder es ist eine Komposition oder Gesang welcher ein Gefühl ausdrückt. Kunst braucht für uns einen metaphysischen Bezug zu unserem Wesenhaften, zur Seele und einem bestimmten Geist.

Bewusstseinsentwicklung

… ist Teil des kollektiven Lebenssinns und wir gehen darauf zu. Sie geschieht jederzeit und in jeder Weise die sich stimmig anfühlt. Mit dem Leben mitzufließen und die Aufgaben die es uns stellt anzunehmen, führt zu Freude und löst den Schmerz des Daseins.
Der Gedanke mit dem wir in diese Welt gekommen sind, bestimmt die Rollen, in die wir uns einfinden. Wir begleiten unsere Kinder in ihrem Gedanken und Wesen, bis sie sich ihrer selbst Bewusst werden.


Wir sind dabei Antworten auf diese Fragen zu finden, dieses Konzept ist ein Teil dieser Antwort, das geistige Haus das wir konstruieren.

Der Kern liegt darin, dieses neue Bewusstsein auszudrücken, zu erforschen, zu experimentieren, zu erfühlen, ihm eine Form zu geben.

Hauptartikel: Bewusstseinsschritte in die autarke Gemeinschaft


Nachtrag
Wertesysteme nach dem Sprung des Bewusstseins

Grundlage ist das integrale Modell und die Beschreibungen von Spiral Dynamics
-> Bewusstseinsebenen unserer Gesellschaft
-> Gemeinschaft: Der Bewusstseinssprung im Wertesystem

Es besteht Uneinigkeit, ob eine Unterteilung von Gelb und Türkis und die Annahme weiterer Wertesysteme richtig sein kann. Ich halte es für berechtigt, aber die Abgrenzung ist fließender. Für mich beginnt ab dem Sprung zur Erkenntnis der Sinnhaftigkeit aller Wertesysteme, die Öffnung hin zum großen Geist. Das Ego erfährt einen Wandel, das „Ich“ wird zunehmend beweglicher, die Grenze zwischen Innen und Außen weicht auf, man beginnt vermehrt die feinstofflichen Ebenen wahrzunehmen… und schlussendlich endet der Prozess mit der Verbindung zum großen ICH der Gruppenseele.
Für mich ist das ein Prozess, an dessen Ende ein neuer Anfang steht. Doch sind die Ebenen jenseits dieses großen ICH, für das irdische Dasein nicht mehr so bedeutsam, das sie innerhalb eines solchen Systems beschrieben werden müssten. Insofern beschreibt GELB einen Zwischenschritt, den man nicht klar abgrenzen kann und der hinüberfließt, zu TÜRKIS.

GELB
Lebe ein erfülltes und verantwortungsvolles Leben. Bekenne Dich zu dem, was
Du gerade bist, aber bleibe nicht dabei stehen. Die Welt ist ein Organismus, der sich aufgrund von Differenzierungen und Modifikationen weiterentwickelt.

Einer aus den Fugen geratenen Welt, die durch die angehäuften Wirkungen der ersten sechs Wertsysteme auf die Umwelt und die Menschen gefährdet ist, muss die Lebensfähigkeit wiedergegeben werden. Der Sinn des Lebens besteht darin, unabhängig zu sein, soweit dies vernünftig ist, so reich an Kenntnissen wie möglich und so liebevoll wie realistisch. Nichtsdestoweniger bin ich mein eigener Herr, verantwortlich für mich selbst, eine Insel in einem Archipel von anderen Menschen. Sich einem natürlichen Pfad entlang zu entwickeln, ist wertvoller, als nach Besitz und Ansehen zu streben. Ich bin besorgt über den Zustand der Welt, wegen des Einflusses, den dieser auf mich als Teil dieses lebenden Systems ausübt.

Wir haben den Eindruck gewonnen das kurz nach dem Sprung in das höhere Bewusstsein ein Entwicklungsprozess dieser Öffnung beginnt. Da es sich bei GELB noch um ein abgrenzendes Wertesystem handelt, welches die Gleichheit des GRÜNEN zurecht rückt,
werden teilweise feinstoffliche Zusammenhänge verneint, wahrscheinlich da dies die Abgrenzung des „Ich“ lockern würden. Beim Hinübergleiten zu Türkis kommt dieses Empfinden und erleben von Verbindung mit unseren Mitmenschen über Bewusstseinsfelder zunehmend zum tragen.

TÜRKIS
Erfahre die Fülle der Existenz in kosmischer Verbundenheit zu allen Wesen und Dingen aus deinem Herzen heraus. Du bist ein Spieler in Verbindung mit der ganzen Schöpfung, die dich jederzeit in deinem Wesen widerspiegelt. Jede Erkenntnis, dein Denken, fühlen und Handeln hat Einfluss auf alles um dich herum. Nichts ist getrennt und du siehst oder fühlst die Muster (Fraktale) der Systeme und ihre Beziehungen zueinander in welche du eingewoben bist. Die Welt ist ein elegant balanciertes System zusammenwirkender Kräfte. Die Wirklichkeit ist ein Gleichklang vieler verschiedener Ebenen und Systeme. Alles hat seinen Platz in der göttlichen Ordnung.

Die Regeln des Zusammenlebens ergeben sich aus der göttlichen Ordnung deren Teil ich bin. Meine Herzintelligenz, Intuition und Verstand führen mein Handeln im Gleichklang, dabei bin ich offen für alle Impulse der Schöpfung. Ich stehe im Verbindung mit meiner Seele, den Naturkräften, Energien, Wesen, Tieren und Menschen um mich herum.

In TÜRKIS besteht die Herausforderung im Alltag das Gruppenseelen-ICH zu integrieren und in sinnvollem Maße mit Bewusstseinsanteilen umzugehen.

 

Hauptartikel: Bewusstseinsschritte in die autarke Gemeinschaft